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Wie du deine Waschmaschine richtig reinigst – für frische, geruchsfreie Wäsche

Wie du deine Waschmaschine richtig reinigst – für frische, geruchsfreie Wäsche

Die Waschmaschine soll Wäsche sauber machen – aber wer reinigt eigentlich die Maschine? Kalk, Waschmittelrückstände, Flusen und Biofilm sammeln sich im Inneren an und sorgen für muffige Gerüche, graue Wäsche und im schlimmsten Fall für einen Defekt. Mit wenigen Handgriffen im Monat hältst du das Gerät dauerhaft sauber. Hier steht, was wirklich nötig ist – und was du besser bleiben lässt.

Geöffnete Waschmaschine mit sauberer Trommel und Türdichtung

Was passiert, wenn du die Waschmaschine nicht reinigst?

  • Muffiger Geruch aus Trommel und Wäsche – Ursache ist ein Biofilm aus Fett, Waschmittelresten und Bakterien.
  • Graue Schleier und Rückstände auf frisch gewaschener Wäsche.
  • Verkalkte Heizstäbe, die länger heizen und mehr Strom brauchen.
  • Verstopftes Flusensieb, verlangsamter Ablauf, Fehlermeldungen.
  • Schimmel in der Türdichtung, der sich irgendwann nicht mehr entfernen lässt.

Die Hauptursache: zu kalt gewaschen

Der wichtigste Punkt kommt in den meisten Ratgebern zu kurz. Wer ausschließlich bei 30 oder 40 Grad und mit Flüssigwaschmittel wäscht, schafft ideale Bedingungen für Biofilm: Flüssigwaschmittel enthält keine Bleiche, und niedrige Temperaturen töten die Keime nicht ab. Ein Waschgang mit Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad, etwa alle zwei bis vier Wochen, verhindert das Problem, bevor es entsteht – und ist wirksamer als jede nachträgliche Spezialbehandlung.

Wie oft solltest du deine Waschmaschine reinigen?

  • Nach jedem Waschgang: Tür und Einspülfach offen stehen lassen, damit alles abtrocknet.
  • Einmal im Monat: Türdichtung auswischen, Einspülfach reinigen.
  • Alle 2 bis 3 Monate: Flusensieb prüfen und säubern.
  • 2 bis 3 Mal im Jahr: Entkalken und einen heißen Leerlauf durchführen.

Was du brauchst

  • Ein Mikrofasertuch und eine alte Zahnbürste für Dichtung und Fach
  • Einen Universal Entkalker für Heizstab und Leitungen
  • Einen milden Allzweckreiniger für Gehäuse und Einspülfach
  • Eine flache Schale und ein altes Handtuch für das Restwasser am Flusensieb

Bevor du anfängst: drei Sicherheitsregeln

  • Entkalker und chlorhaltige Mittel niemals kombinieren. Weder nacheinander im selben Waschgang noch gemeinsam im Einspülfach. Saure Entkalker setzen zusammen mit Chlorreinigern oder Hygienespülern auf Chlorbasis Chlorgas frei – in einem geschlossenen Badezimmer ist das gefährlich. Ein Mittel pro Durchgang, dazwischen ein Spülgang mit klarem Wasser.
  • Kein Chlorreiniger auf die Türdichtung. Er bleicht den Schimmelfleck zwar aus, macht das Gummi aber spröde und rissig – und in den Rissen siedelt sich der Schimmel danach schneller an als vorher. Milder Reiniger und mechanisches Auswischen halten länger.
  • Nach dem Entkalkerlauf einen Spülgang leer laufen lassen, bevor wieder Wäsche hineinkommt. So bleiben keine Säurereste in Trommel und Schläuchen, die empfindliche Textilien angreifen könnten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Trommel: heiß und leer laufen lassen

  • Maschine vollständig leeren.
  • Einen Entkalker nach Dosieranleitung einsetzen – bei starker Verkalkung im Wasch-, sonst im Weichspülfach. Maßgeblich ist die Angabe auf dem Etikett.
  • Ein Programm mit mindestens 60 Grad starten, ohne Wäsche. Ein 90-Grad-Kochprogramm ist noch wirksamer, sofern deine Maschine eines hat.
  • Danach die Trommel auswischen und die Tür offen lassen.

Wichtig: Verzichte auf Hausmittel-Kombinationen wie Natron in der Trommel plus Essig im Weichspülfach. Säure und Base neutralisieren sich gegenseitig – übrig bleibt eine wirkungslose Salzlösung. Und Essig gehört generell nicht in die Waschmaschine: Essigsäure greift Gummidichtungen, Schläuche und Aluminiumteile an. Zum Entkalken ist ein dafür ausgelegtes Mittel die sichere Wahl.

2. Türdichtung und Gummilippen

  • Die Dichtung vorsichtig nach vorne ziehen und die Falte komplett auswischen – genau dort sammeln sich Haare, Flusen und Wasser.
  • Mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Allzweckreiniger arbeiten, keine Säure und keine scharfen Gegenstände.
  • Schwarze Punkte im Gummi sind Schimmel, der ins Material gewachsen ist. Oberflächlich lässt er sich abwischen; sitzt er tiefer, hilft nur der Austausch der Dichtung durch den Kundendienst.
  • Nach jedem Waschgang die Tür offen lassen – das ist die wirksamste Vorbeugung überhaupt.

3. Flusensieb und Ablaufpumpe

  • Vorher das Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen.
  • Die Klappe unten öffnen, eine flache Schale und ein Handtuch bereitlegen – es läuft mehr Wasser heraus, als man erwartet. Direkt nach einem Kochwaschgang kann es heiß sein: erst abkühlen lassen.
  • Sieb langsam herausdrehen, Flusen, Münzen und Haare entfernen, unter warmem Wasser ausspülen.
  • Auch das Gehäuse hinter dem Sieb mit dem Finger auf Fremdkörper abtasten und das Sieb wieder fest einschrauben.

4. Einspülfach

  • Das Waschmittelfach komplett herausnehmen.
  • In warmem Wasser einweichen, bis sich die Krusten lösen.
  • Die Kammern mit Bürste oder Kokosschwamm ausschrubben.
  • Auch die Einlassöffnung im Gerät selbst auswischen – dort sitzt oft der meiste Schimmel.
  • Alles trocknen lassen, bevor das Fach wieder eingeschoben wird.

Weniger Waschmittel hilft mehr als jeder Zusatz

Überdosiertes Waschmittel ist eine der Hauptquellen für Rückstände. Die Dosierangabe auf der Packung bezieht sich auf hartes Wasser und stark verschmutzte Wäsche – bei weichem Wasser und normaler Beladung reicht deutlich weniger. Wer vordosierte Portionen bevorzugt, ist mit Waschmittel Blättern auf der sicheren Seite: eine Portion pro Ladung, kein Messbecher, keine Plastikflasche. Worauf es bei der Wahl des Mittels sonst noch ankommt, steht in Nachhaltige Waschmittel richtig auswählen.

Auf Weichspüler kannst du getrost verzichten – er legt sich als Film auf Fasern und Dichtungen und ist ein wesentlicher Mitverursacher des muffigen Geruchs. Handtücher werden dadurch außerdem weniger saugfähig.

Wenn es trotzdem riecht

Bleibt der Geruch nach einer gründlichen Reinigung bestehen, sind meist zwei Stellen übrig: der Ablaufschlauch und der Siphon, an den er angeschlossen ist. Beides lässt sich prüfen und spülen. In der Wäsche selbst hilft ein Geruchsneutralisierer, der Gerüche bindet, statt sie zu überdecken.

Waschmittel Blätter und Entkalker für die Pflege der Waschmaschine

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob meine Maschine verkalkt ist?
Zuverlässiger als jedes Anzeichen ist ein Blick auf die Wasserhärte deines Versorgers – sie steht auf der jährlichen Trinkwasseranalyse oder online beim Wasserwerk. Ab dem Bereich „hart“ lohnt sich regelmäßiges Entkalken. Praktische Hinweise: Die Maschine braucht spürbar länger zum Aufheizen, der Stromverbrauch steigt, und auf dem sichtbaren Teil des Heizstabs zeigen sich weiße Krusten.

Reicht ein Waschgang bei 60 Grad, oder brauche ich ein Spezialmittel?
Für den Biofilm reicht der heiße Waschgang mit Vollwaschmittel – die enthaltene Bleiche macht dabei die eigentliche Arbeit. Ein Entkalker ist etwas anderes: Er löst Kalk, nicht Biofilm. Beides hat seine Aufgabe, aber sie ersetzen einander nicht.

Meine Wäsche riecht nach dem Waschen muffig, die Maschine aber nicht – woran liegt das?
Dann liegt es meist an der Liegezeit: Nasse Wäsche, die länger als eine Stunde in der Trommel bleibt, fängt an zu riechen. Bei warmem Wetter geht das noch schneller. Direkt nach Programmende aufhängen löst das Problem ohne jedes Mittel.

Was mache ich, wenn Wasser aus dem Einspülfach läuft?
Das ist fast immer ein zugesetzter Zulaufkanal, kein Defekt. Fach herausnehmen, die Einlassöffnung im Gerät auswischen und die Spülbohrungen an der Oberseite der Kammer freimachen – dort sitzen die Waschmittelkrusten, die den Durchfluss stauen.

Kann ich das Flusensieb einfach weglassen, wenn nie etwas drin ist?
Nein. Auch ohne Münzen und Haarnadeln sammeln sich dort Faserreste, die den Ablauf verlangsamen. Zwei- bis dreimal im Jahr nachschauen dauert fünf Minuten und verhindert die typische Fehlermeldung „Abpumpen nicht möglich“ am ungünstigsten Tag.

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Fazit: Saubere Maschine, saubere Wäsche

Eine gepflegte Waschmaschine wäscht besser, riecht nicht und hält länger. Die drei wirksamsten Maßnahmen kosten fast nichts: die Tür nach jedem Waschgang offen lassen, regelmäßig heiß mit Vollwaschmittel waschen und sparsam dosieren. Alles Weitere – Entkalken, Flusensieb, Einspülfach – ist eine Viertelstunde alle paar Monate.

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