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Wie man Elektronikgeräte sicher reinigt und desinfiziert

Wie du Elektronikgeräte sicher reinigst und pflegst

Einleitung: Warum es wichtig ist, Elektrogeräte regelmäßig zu reinigen
Kühlschrank, Mikrowelle, Geschirrspüler, Smartphone und Laptop sind tägliche Begleiter – und alle fünf sammeln Fett, Staub und Schmutz. Regelmäßige Reinigung verlängert ihre Lebensdauer. Entscheidend ist dabei, welches Mittel auf welches Bauteil darf: Der häufigste Schaden entsteht nicht durch zu wenig Reinigung, sondern durch das falsche Mittel an der falschen Stelle.

Elektrogeräte im Haushalt werden sicher gereinigt

Grundregel vorweg: Strom weg, Flüssigkeit aufs Tuch

Zwei Regeln gelten für jedes Gerät in diesem Artikel:

  • Vor der Reinigung ausschalten und den Netzstecker ziehen – bei Akkugeräten den Akku entnehmen.
  • Nie direkt auf das Gerät sprühen. Flüssigkeit kriecht in Bedienfelder, Displayränder und Lüftungsschlitze. Immer aufs Tuch geben, dann wischen.

Und eine Einordnung vorweg: Reinigen ist nicht desinfizieren – Schmutz und der Großteil der Mikroorganismen werden mechanisch entfernt und weggespült; im Privathaushalt reicht das völlig aus. Die BiOHY-Konzentrate in diesem Artikel sind Reinigungsmittel, keine Desinfektionsmittel.

1. Kühlschrank reinigen

Beginne mit Regalen und Wänden. Verwende einen milden Allzweckreiniger oder eine schwache Spüllauge, um die Innenflächen abzuwischen. Glasböden vor dem Spülen Zimmertemperatur annehmen lassen – kaltes Glas kann bei heißem Wasser springen.

Die Türdichtung ist der wichtigste und der empfindlichste Teil. In ihren Falten sitzt Schimmel, gleichzeitig verträgt sie keine scharfen Mittel: Alkohol und Essig machen Gummidichtungen über die Zeit hart und rüssig, und eine undichte Dichtung kostet dauerhaft Strom. Richtig ist lauwarmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel, eine alte Zahnbürste für die Falten – und anschließend gründlich trocken reiben.

Gegen hartnäckige Gerüche nach dem Wischen hilft ein Geruchsneutralisierer, der den Geruch bindet statt ihn zu überdecken. Vergiss die Abtaurinne an der Rückwand nicht – verstopft sie, steht Wasser im Gemüsefach.

2. Mikrowelle reinigen – und was du dabei nicht anfassen darfst

Speisereste löst du am einfachsten mit Dampf: eine Schüssel Wasser mit Zitronensaft für 3–5 Minuten erhitzen, kurz stehen lassen, dann die Innenwände mit einem weichen Tuch auswischen.

Wichtig: An der Innenseite sitzt ein kleines, hellbraunes Plättchen – die Glimmerplatte, die den Hohlleiter abdeckt. Sie darf nur trocken oder allenfalls nebelfeucht abgewischt werden. Wer sie nass schrubbt oder abnimmt, riskiert Funkenbildung und einen Defekt des Magnetrons. Auch Scheuermittel und harte Schwämme haben in der Mikrowelle nichts zu suchen.

Außenseite und Bedienfeld regelmäßig abwischen – Reiniger dabei aufs Tuch, nicht aufs Bedienfeld.

3. Geschirrspüler richtig reinigen

Leere das Gerät und entferne grobe Speisereste aus dem Sieb. Reinige zusätzlich Sprüharme und ihre Düsen – dort setzen sich Kalk und Kerne fest; ein verstopfter Sprüharm ist die häufigste Ursache für „die Spülmaschine reinigt nicht mehr“.

Der Klassiker „Essig und Backpulver“ ist hier gleich doppelt ungeeignet: Beide neutralisieren sich gegenseitig, es bleibt kaum Wirkung übrig – und Essigsäure greift bei häufiger Anwendung Gummidichtungen und Aluminiumteile an. Zum Entkalken eignet sich stattdessen ein Entkalker auf Zitronensäurebasis wie der BiOHY Universal Entkalker. Für den regulären Spülgang sorgen die All-in-One Spülmaschinen Tabs. Türdichtung und Türfalz zum Schluss trocken nachwischen – dort entsteht der typische Geruch.

4. Smartphones und Tablets

Handys fassen wir ständig an und nehmen sie überallhin mit – entsprechend viel Schmutz und Fett sammelt sich auf ihnen. Zum Reinigen genügt ein Mikrofasertuch, bei Bedarf mit destilliertem Wasser nebelfeucht gemacht.

Auf das Displayglas gehört kein Alkohol. Die oleophobe Beschichtung, die Fingerabdrücke abweist, löst sich davon ab – danach schmiert das Display dauerhaft. Rahmen und Rückseite vertragen dagegen ein sparsam eingesetztes alkoholhaltiges Tuch. Ladebuchse und Lautsprecher bleiben trocken; dort hilft nur ein weicher Pinsel.

5. Laptop und Computer sicher reinigen

Für Gehäuse und Tastatur eignet sich ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch, bei Bedarf mit etwas verdünntem Glas- und Oberflächenreiniger auf dem Tuch. Zwischen den Tasten arbeitet ein weicher Pinsel besser als jede Flüssigkeit.

Der Bildschirm ist die Ausnahme. Die oft empfohlene 70-prozentige Alkohollösung ist für Gehäuseoberflächen gedacht – auf einem beschichteten Laptop-Display zerstört sie die Antireflexschicht und hinterlässt milchige Flecken, die nicht mehr weggehen. Nimm dort ausschließlich ein trockenes oder mit destilliertem Wasser nebelfeuchtes Mikrofasertuch und wische ohne Druck. Wie das im Detail geht, steht in unserem Beitrag LED-Bildschirm richtig reinigen.

Bei Lüftern und Lüftungsschlitzen: Druckluft kurz und aus Abstand einsetzen und den Lüfter dabei festhalten – dreht er frei hoch, kann das Lager Schaden nehmen.

6. Fernseher und Unterhaltungselektronik

Fernseher, Lautsprecher und Receiver regelmäßig mit einem trockenen Mikrofasertuch abstauben. Für das TV-Panel gilt dasselbe wie für den Laptop: kein Glasreiniger, kein Alkohol, keine Küchenrolle. Stoffbespannte Lautsprecher werden nur abgesaugt, nicht feucht gewischt.

Fernseher und Unterhaltungselektronik werden mit trockenem Mikrofasertuch abgestaubt

Häufige Fragen

Muss ich im Haushalt desinfizieren?
Desinfektion ist im Privathaushalt selten nötig. Wo sie sinnvoll ist – etwa an Griffen während einer Infektion – gilt: erst reinigen, dann ein dafür zugelassenes Desinfektionsmittel einsetzen. Auf ungereinigtem Fett wirkt kein Desinfektionsmittel zuverlässig. Die BiOHY-Reiniger sind für den Reinigungsschritt gedacht.

Kann ich Spülmittel für Elektrogeräte verwenden?
Für Gehäuse und Dichtungen ja, stark verdünnt und aufs Tuch. Nicht für Displays und nicht in Tanks von Saugwischern – dort schadet der Schaum der Pumpe.

Wie oft sollte ich reinigen?
Kühlschrank alle 4–6 Wochen, Mikrowelle nach sichtbarer Verschmutzung, Spülmaschinen-Sieb monatlich, Smartphone täglich trocken, Laptop wöchentlich entstauben.

Fazit: Schütze deine Geräte

Die meisten Reinigungsschäden an Elektrogeräten entstehen durch drei Fehler: zu viel Flüssigkeit, zu scharfes Mittel und Reinigen am eingeschalteten Gerät. Wer den Stecker zieht, den Reiniger aufs Tuch gibt und Dichtungen sowie Displays von Säure und Alkohol fernhält, macht praktisch nichts falsch – und hat länger etwas von seinen Geräten.

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