Umweltfreundliche Reinigungsmittel - Worauf du beim Kauf achten solltest
Warum umweltfreundliche Reinigungsmittel wichtig sind
Reinigungsmittel landen fast vollständig im Abwasser. Entscheidend ist deshalb weniger, ob ein Produkt „natürlich“ heißt, sondern wie schnell und vollständig sich seine Inhaltsstoffe abbauen – und wie viel davon überhaupt nötig ist.
Definition: Umweltfreundliche Reinigungsmittel bestehen aus biologisch gut abbaubaren Inhaltsstoffen, die in der üblichen Anwendungsmenge Gewässer und Kläranlagen nicht dauerhaft belasten.
🔴 Zuerst: Zwei Ratschläge, die man immer wieder liest – und die falsch sind
In vielen Kaufberatungen stehen Begriffe auf der „Vermeiden“-Liste, die dort nicht hingehören. Wer sich daran hält, sortiert am Ende die besseren Produkte aus:
- „Tenside vermeiden“ – Tenside sind der Wirkstoff, der Reinigung überhaupt erst möglich macht: Sie lösen Fett von der Oberfläche und halten es im Wasser in Schwebe. Jedes funktionierende Reinigungsmittel enthält sie, auch jedes ökologische. Die sinnvolle Frage lautet nicht „ob“, sondern welche: pflanzlich (etwa aus Zucker oder Kokos) statt erdölbasiert, und mit guter Abbaubarkeit.
- „Duftstoffe vermeiden“ – pauschal ebenfalls zu weit gegriffen. Problematisch sind einzelne synthetische Moschusverbindungen und ausgewiesene Kontaktallergene. Ein deklarierter, pflanzlicher Duft ist dagegen unbedenklich. Wer empfindlich reagiert oder Allergiker im Haushalt hat, greift zu duftfreien Varianten – alle anderen brauchen keinen Bogen darum zu machen.
Diese Inhaltsstoffe sind tatsächlich kritisch
- Mikroplastik und gelöste synthetische Polymere – werden in der Kläranlage kaum zurückgehalten
- Chlorabspalter – problematisch für Gewässer und gefährlich in Kombination mit sauren Reinigern
- Phosphate – in Haushaltswaschmitteln EU-weit begrenzt, in manchen Importprodukten weiterhin enthalten; führen zu Überdüngung von Gewässern
- Bestimmte Konservierungsmittel – nicht alle, aber ausgewiesene Kontaktallergene wie Isothiazolinone
- Optische Aufheller – wirken nicht reinigend, sondern nur optisch, und bauen sich schlecht ab
Frage: Warum ist Mikroplastik in Reinigungsmitteln schädlich?
Antwort: Es gelangt über das Abwasser in die Umwelt, wird kaum abgebaut und von Lebewesen aufgenommen – mit Folgen, die über die gesamte Nahrungskette wirken.
Die fünf Fragen, die beim Kauf wirklich weiterhelfen
- Woher kommen die Tenside? Pflanzlich oder erdölbasiert – das steht meist direkt auf der Flasche.
- Wie schnell bauen sie sich ab? „Biologisch abbaubar“ ist gesetzlich vorgeschrieben; interessant ist, ob der Hersteller über das Minimum hinaus Angaben macht.
- Wie viel Produkt brauche ich pro Anwendung? Der größte Umwelthebel ist die Menge im Abwasser – nicht das Etikett.
- Wie viel Verpackung und Transportgewicht steckt in einer Anwendung? Gebrauchsfertige Ware ist zu über 90 % Wasser, das mitgefahren wird.
- Ist die Deklaration vollständig? Ein Hersteller, der alles auflistet, hat nichts zu verbergen – auch nicht die Tenside.
So erkennst du nachhaltige Produkte
Siegel & Zertifikate als Orientierung
- EU Ecolabel
- EcoCert
- Blauer Engel
- Vegan / Cruelty-Free
Siegel sind eine Abkürzung, kein Beweis: Sie prüfen jeweils unterschiedliche Kriterien, und ein fehlendes Siegel heißt nicht automatisch „schlechter“ – Zertifizierungen kosten Geld, das kleinere Hersteller oft nicht ausgeben.
Verpackung & Nachfüllsysteme
- Konzentrat statt gebrauchsfertig
- Tabs oder Blätter – die tatsächlich plastikfreie Variante
- Wiederbefüllbare Sprühflaschen
- Großgebinde statt vieler kleiner Flaschen
Genau hier setzen Konzentrate an: Eine Flasche Konzentrat ergibt je nach Dosierung ein Vielfaches an fertiger Reinigungslösung – das spart Verpackung und Transportgewicht pro Anwendung erheblich. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, nutzt die BiOHY Universalreiniger Tabs zusammen mit einer wiederbefüllbaren Glas-Sprühflasche – damit entfällt die Plastikflasche komplett.
Ehrlich gesagt: Die Konzentrate selbst kommen in Kunststoffflaschen. Plastikfrei sind im Sortiment die Tabs und die Waschmittel-Blätter. Der Vorteil der Konzentrate liegt woanders – in der Menge Verpackung und Transportgewicht pro fertigem Liter.
Frage: Woran erkenne ich wirklich nachhaltige Reinigungsmittel?
Antwort: An der vollständigen Deklaration, pflanzlichen Tensiden, sparsamer Dosierung und einem Verpackungskonzept, das über „recycelbar“ hinausgeht. Nicht am Wort „natürlich“ auf der Vorderseite – das ist nicht geschützt.
DIY-Reinigungsmittel: sinnvoll, mit einer Einschränkung
Hausmittel sind für den Alltag oft völlig ausreichend. Nur eines muss man wissen: Essig und Natron gehören nicht in dieselbe Flasche. Sie neutralisieren sich gegenseitig – übrig bleiben ein Salz, Kohlendioxid und Wasser. Das schäumt eindrucksvoll, reinigt aber nicht, und in einer verschlossenen Sprühflasche baut das CO₂ Druck auf.
Rezept: Allzweckreiniger selbst gemacht
Zutaten:
- 500 ml warmes Wasser
- 1 TL Natron
- 1 TL geriebene Kernseife
- optional wenige Tropfen ätherisches Öl (nicht in Haushalten mit Katzen)

Anwendung: Natron und Seife in warmem Wasser vollständig auflösen, abfüllen, vor Gebrauch schütteln. Für Kalk stattdessen eine separate Flasche mit kalt angesetzter Zitronensäure – aber nie auf Naturstein.
Frage: Kann ich alle Reiniger selber machen?
Antwort: Nein. Für eingebranntes Fett, Urinstein und empfindliche Böden fehlen Hausmitteln die Tenside und die abgestimmte Rezeptur – dort sind gekaufte Öko-Produkte sicherer und wirksamer.
Produkt-Empfehlungen: sauber und nachhaltig
- BiOHY Bodenreiniger für Wischroboter (1 l) – schaumarm dosiert für Roborock, Ecovacs, Dreame & Co.
- BiOHY Sanitärreiniger (1 l) – gegen Kalk, Urinstein und Seifenreste im Bad
- BiOHY Sanitärreiniger (500 ml) – die kleine Flasche zum Ausprobieren
- BiOHY Allzweckreiniger (1 l) – die gekaufte Alternative zum DIY-Rezept oben
- BiOHY Universalreiniger Tabs – plastikfrei, mit eigener Flasche
- BiOHY Dosierer – damit die sparsame Dosierung auch eingehalten wird
Fazit: So findest du den richtigen Reiniger
- Auf die Herkunft der Tenside achten – nicht darauf, ob welche drin sind
- Dosierung als größten Umwelthebel begreifen
- Verpackung pro Anwendung rechnen, nicht pro Flasche
- Siegel als Orientierung nutzen, nicht als Beweis
- Bei Spezialaufgaben auf geprüfte Produkte statt Hausmittel setzen